Sommerfrische in Mariahilf

My Secret Garden bietet Vegetarisches in einer grünen Oase.

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wina- TIPP My Secret Garden Raimundhofpassage Mariahilfer Straße 45, 1060 Wien Mo.–Sa., 11–18 Uhr secret-garden-cafe.at © Reinhard Engel

Das dominierende Grün der Bäume und Büsche wird nur durchbrochen, wenn junge Frauen mit Getränken und Speisen in bunten Saris durch den kleinen Garten huschen. Dieser ruhige Naturfleck inmitten der pulsierenden Großstadt befindet sich in der Raimundhofpassage, einem Durchgang von der Mariahilfer Straße zur Windmühlgasse. Die bunt leuchtenden indischen Gewänder und die Ruhe ausstrahlenden Trägerinnen stimmen die Gäste schon ein: Hier sind Mensch und Natur im Einklang. „Bevor wir in der Küche täglich mit den Vorbereitungen beginnen, meditieren wir gemeinsam. Das bringt uns gleich in die richtige Balance“, erzählt Küchenchefin Malyavati, die junge Oberösterreicherin, die ihre Ausbildung zum Vegetarian Chef in Neuseeland absolviert hat.

Von 2004 bis 2015 lebte die „Blumenprinzessin“ – das bedeutet ihr Name auf Deutsch – in Christchurch City, der Stadt an der Ostküste der Südinsel Neuseelands. „Dort gibt es einen große indische Community, und da habe ich auch meine spirituelle Gemeinschaft gefunden.“ Die ehemalige Fotografin betrieb dort zehn Jahre lang ein Café mit Großteils indisch-vegetarischer Küche. „Als ich wieder in Wien war, suchte ich nach vegetarischen und veganen Lokalen, war aber nicht sehr glücklich mit dem Vorhandenen.“ Mit Freundin Chintamani (Krone der göttlichen Ideen) und dem ehemaligen Manager Ashru als Geschäftsführer wagte man sich an die Verwirklichung der gemeinsamen Träume. „Wir haben erst im Februar aufgesperrt und haben schon viele Stammgäste.“

»Bevor wir in der Küche täglich
mit den Vorbereitungen beginnen,
meditieren wir gemeinsam.«

Das Essen im My Secret Garden ist nicht nur gesund, sondern auch geschmackvoll, obwohl nicht stark gewürzt. Verwendet werden ausschließlich die Biogewürze der Waldviertler Firma Sonnentor. An den Speisen merkt man, dass sich das Küchenteam von Traditionen aus aller Welt inspirieren lässt, z. B. Chili sin carne mit Fladenbrot, Polenta mit Wurzelgemüse und Kräuterpesto, Schwammerlragout „Stroganoff“ mit Erdäpfelpüree, brasilianische Bohnen mit Quinoa oder Gemüselasagne mit Melanzani, Zucchini und Spinat. Das täglich wechselnde Mittagsmenü gibt es für € 7,90, mit Salat oder Suppe für
€ 9,90. Angezeigt wird auch, ob das Gericht vegan oder glutenfrei ist. Die reguläre Karte enthält so genannte Signature Dishes, das sind jene Speisen, die zum Standardangebot des Lokals gehören, wie indisches Dal (fein pürierte Linsen) mit Basmatireis oder ein Yoga Bowl, ein saisonaler Gemüsecurry mit Frühlingssalat und Tahini-Dressing.

„Wir lassen uns täglich vom Veggiemarkt und Biogast die frischen Produkte in die Küche liefern“, freut sich die Küchenchefin. „Damit kein schlechtes Gewissen aufkommt, süßen wir mit Biorohrzucker, Kokosblüten- und Birkenzucker sowie Ahorn- und Agavesirup.“ Alkoholische Getränke gibt es in dieser grünen Oase keine, dafür aber eine Vielfalt an Frischsäften, indischen Chai und Masala-Tee sowie den Prem-Frischkaffee. „Dieser kommt aus einer Wiener Kaffeerösterei, die im fairen und nachhaltigen Austausch mit den Produzenten in Afrika und Südamerika Spezialitäten anbietet.“

Auch bei Schlechtwetter kann man eine erholsame Mittagspause hier verbringen, denn es gibt einen schönen Innenraum mit etwa 23 Plätzen. Von da kann man wohlgelaunt und ohne schweren Bauch zur Arbeit zurückkehren.

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