Die Jüdische österreichische Hochschülerschaft (JöH) fordert nach dem Rücktritt der jüdischen GRAS-Vorsitzenden Ida Belaga an der ÖH Universität Wien einen kompletten Personalwechsel beim Verband Sozialistischer Student*innen (VSSTÖ) Wien (17.11.2025 /13:29:03/OTS0095). Laut JöH habe der VSSTÖ mit seiner „fehlenden Distanz zu Antisemitismus und toxischen Nahost-Positionen“ Belaga zum Rücktritt gedrängt. Die JöH wirft dem VSSTÖ konkret vor, das Massaker vom 7. Oktober als Antisemitismus infrage gestellt und antisemitischen Gruppen bei einer Uni-Blockade am 8. Oktober 2025 „volle Solidarität“ ausgesprochen zu haben. Zudem beklagen die JöH-Präsidentinnen Milli Li Rabinovici und Lia Guttmann, dass der VSSTÖ-Vorsitz unter Bibi Nageler seit Mai 2025 die direkte Kommunikation verweigere.
„Der Antisemitismus der SPÖ-Studierendenfraktion an der ÖH Uni Wien ist vollkommen außer Kontrolle. Als Jüdin ist die zurückgetretene Ida Belaga eine von uns, umgekehrt sind wir alle Ida Belaga. Wenn eine jüdische ÖH-Vorsitzende mittels toxischer Nahost-Politik vom VSSTÖ Uni Wien hinausgedrängt wird, muss auch die Bundespartei unter Andreas Babler in beispielloser Weise alarmiert sein“, erklären die JöH-Präsidentinnen in der Aussendung. Die JöH, die nach eigenen Angaben mit anderen sozialdemokratischen Jugendorganisationen gut zusammenarbeitet, appelliert an die SPÖ-Bundespartei unter Andreas Babler, einzuschreiten und eine „glaubwürdige Aufarbeitung“ einzuleiten.


























