„Auch du, Richard?“

Mit seinem literarischen Essayband Vom Antisemitismus, der keiner sein will geht der Wiener Schriftsteller Richard Schuberth wortgewaltig und messerscharf vor allem mit der linken Szene ins Gericht. WINA bat ihn zum Gespräch.

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Richard Schuberth, geb. 1968 in Ybbs an der Donau/Niederösterreich, ist Schriftsteller und Satiriker. Zuletzt erschienene Bücher sind Lord Byron – der erste Anti-Byronist (Wallstein), Der Paketzusteller (Drava) und eben Vom Antisemitismus, der keiner sein will (Edition Tiamat). Schuberth erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2021 den Theodor-Kramer-Preis. Er lebt in Wien. Foto: Daniel Shaked

WINA: Antisemiten mit rechter Gesinnung haben oft kein Problem, als Antisemiten bezeichnet zu werden. Menschen aus anderen politischen Spektren nehmen sich dagegen selbst nicht als Antisemiten wahr. Sie sezieren in Ihrem Buch Gruppen innerhalb der Linken. Welche Strömungen haben Sie hier ausgemacht?

Richard Schuberth: Ich stamme selbst aus der Linken, daher ist auch mein Hauptfokus auf dem linken Antisemitismus und der Frage: Wo sind nun wirklich die Grenzen zwischen Antisemitismus und Antizionismus? Auch da gibt es eine lange Geschichte. Was wir hier heute erleben, ist der Israel-bezogene Antisemitismus, der sich selbst sehr fortschrittlich vorkommt. Der ging aber schon 1967 mit dem Sechs- Tage-Krieg los und lässt sich nicht nur auf den sowjetischen Antizionismus zurückbrechen, denn die außerparlamentarische Linke damals war nicht prosowjetisch. Das hatte mehr mit Dritte-Welt-Romantik zu tun.

Um aber das ganze Problemfeld zu umreißen: Es gibt die eher antiimperialistische, im weitesten Sinn noch marxistisch beeinflusste antizionistische Bewegung, die noch immer wirkt und versucht, die neuen Bewegungen zu hegemonisieren – mit mehr oder weniger Erfolg. Nach der so genannten poststrukturalistischen Wende gewann eine eher identitätspolitische Szene an Bedeutung. Diese geht auch von den Unis aus, von der dekolonialen und postkolonialen Theorie. Und es gibt eine riesige Welle von adoleszenten Lifestyle-Linken, die über Instagram und andere soziale Medien gerade den ersten Rausch ihres politischen Engagements erleben und den neuesten Trends nachlaufen und dabei von den beiden erstgenannten Richtungen infiltriert werden.

Darüber hinaus gibt es die messianischen Antizionisten, die Teil aller drei zuvor genannten Gruppen sein können und die wirklich schon nicht mehr heilbar sind. Das sind die Gefährlichsten. Die sind nicht, wie bei der Covid-Leugner-Bewegung, die Aluhutträger, sondern die Doktorhutträger. Sie kommen nicht von den Rändern, vom „Narrensaum“ dieser vielschichtigen Bewegungen, sondern sitzen in den meinungsbildenden Institutionen wie eben Universitäten. Manche sind lateinamerikanische Postkoloniale, andere stehen in der Tradition der Queer-Theorie von Judith Butler, und dann gibt es auch noch jene wie Andreas Malm, die eigentlich aus der radikalen Öko-Bewegung kommen.

Sie haben nun als Problemstellen unter anderem das universitäre Milieu wie auch die postkoloniale Theorie angesprochen. Wenn man mit Uni-Vertretern spricht, hört man, die postkoloniale Theorie habe grundsätzlich schon ihre Berechtigung, sie dürfe aber nicht abdriften. Wo ist hier Ihrer Ansicht nach die Grenze zu setzen?
I Die Vertreter dieser Richtungen würden jetzt sicher sagen, wir machen ja schon den terminologischen Unterschied zwischen dekolonialer und postkolonialer Theorie. Innerhalb Letzterer gibt es interessante Leute, deren Werk ich schätze. Auch in der postkolonialen Theorie ist allerdings dieses Sich-Einschießen auf Israel als Speerspitze eines imperialen westlichen Diskurses schon latent antisemitisch. Und der postkoloniale Diskurs, der sich etwa auf den Literaturwissenschafter Edward Said und sein Buch Orientalism bezieht, impliziert bereits eine Ablehnung Israels durch die dubiose Zweiteilung in Orient und Okzident. Gleichzeitig sind das – wie auch Said selbst – Antizionisten.

Antizionismus ist kein Antisemitismus, ist aus linken Kreisen oft zu hören. Wie oft oder wie selten ist Antizionismus eben doch Antisemitismus?
I Man sollte da zurückgehen in die Gründungsakte einer Kritik des Antizionismus und die Texte von Jean Améry und Michael Landmann lesen. Dort findet man die Kriterien dafür, warum diese einseitige Kritik Israels in einem antisemitischen Fahrwasser schwebt.

 

„Sie sind überzeugt, dass Israel für
die meisten Konflikte dieser Welt verantwortlich
ist. Postuliert wird dann so etwas wie eine
Trump-Epstein-Israel-
Achse. Das ist im Grund reinster

Stürmer-Nazi-Antisemitismus.“
Richard Schuberth

 

Welche sind die Kriterien?
I Das 3-D-Modell des großartigen sowjetischen Dissidenten und späteren israelischen Ministers Natan Sharansky nennt die Kriterien: Dämonisierung, doppelte Standards, Delegitimierung, wenn es um den Staat Israel geht. Aus meiner Sicht sind die doppelten Standards die Einflugschneise, in der man das Kippen von Israel-Kritik in Antisemitismus beobachten kann.
Ich muss einräumen: Als ich nach dem 7. Oktober 2023 wieder begonnen habe, mich damit auseinanderzusetzen, habe ich meinen linken „Genossen“ noch mehr Verständnis entgegengebracht als jetzt. Aber wenn man sich nur die Berichterstattung zu Israel ansieht, da gibt es so viele Doppelstandards, dass sie die Israel-Kritiker eigentlich auf einer argumentativen Ebene zum Umdenken bringen müssten. Stattdessen vermehren und potenzieren sie sich.

Wie zeigen sich diese Doppelstandards?
I Die Doppelstandards beginnen schon beim Umfang der Berichterstattung. Medien spüren moralische Dissonanzen, und diese Empörung, diese unbewussten antisemitischen Energien werden bewusst angesprochen, weil Medien wissen, dass das Aufmerksamkeit generiert. Und da gibt es eigentlich seit 1948 und dann speziell seit der Terrorwelle der PLO ein durchgehendes Muster, nämlich, dass die israelische Armee immer, wenn sie auf Attentate reagiert, als Aggressor dargestellt wird.
Und wenn wir da nun einen Bogen spannen, gerade eben sticht wieder eine Flotilla für Gaza in See, da sieht man dann diese jungen, gut gelaunten Menschen, teilweise queer. Sie sind überzeugt, dass Israel für die meisten Konflikte dieser Welt verantwortlich ist. Postuliert wird dann so etwas wie eine Trump- Epstein-Israel-Achse. Das ist im Grund reinster Stürmer- Nazi-Antisemitismus, dessen sich diese Jugendlichen aber nicht bewusst sind, sondern im besten Gewissen handeln, weil ihre ganze Bewegung, die ihnen Identität gibt, als Gerechtigkeitserzählung geframt ist. Es gibt keine Realitätsprüfung mehr, es geht nur mehr darum, wie etwas geframt ist. Wer sind gerade die Guten, wer die Bösen?

Richard Schuberth: Vom Antisemitismus, der
keiner sein will. Edition Tiamat 2026, 312 S., € 26

Es gibt nur mehr Schwarz-Weiß-Denken.
I Das ist Manichäismus pur und auch einer der Gründe, warum man, wenn man Antisemitismus wenn schon nicht ausrotten, so doch eindämmen oder trockenlegen will, sehr früh ansetzen muss. Man muss Menschen dazu erziehen, dass sie sich nicht vor Ambivalenzen fürchten, sondern im Gegenteil eine Lust darauf entwickeln, die komplexe Wirklichkeit zu erforschen.

Sie plädieren in Ihrem Buch auch für Unterricht zu Antisemitismus an allen Schulen. Was schwebt Ihnen da konkret vor?
I Wenn man bedenkt, wie sehr dieses kichererbsengroße Land in der Levante die Leidenschaften der gesamten Welt anfacht, ist das sehr gefährlich. Den Verteidigern Israels wird ja vorgeworfen, dass sie einen Exzeptionalismus verfolgen, einen Exzeptionalismus der Opfer. Aber der Exzeptionalismus ist ja, dass sich dieses kleine Land bei Weitem nicht so vieler Verbrechen schuldig gemacht hat wie viele Diktaturen im letzten und in diesem Jahrhundert und dennoch so viele negative Abwehrreaktionen hervorruft.
Was viele nicht verstehen: Nach dem Holocaust hat man sich aus einem Schuldbewusstsein heraus für das Judentum interessiert und ist eine philosemitische Wiedergutmachungsschiene gefahren. Das kann man psychologisch hinterfragen, vor allem aber geht es von dem falschen Bild aus, dass sich Juden quasi für ihre Verfolgung rechtfertigen müssen, dass man das Verständnis des Antisemitismus über das Opfer definieren muss.
In Wirklichkeit sind die Juden für den Antisemitismus bei Weitem nicht so wichtig. Seit der Assimilation vieler Juden und Jüdinnen im 19. Jahrhundert, in dem das Jüdische immer abstrakter wurde, sind Juden im Grund genommen nur eine Projektionsfläche für alle möglichen Anomalien und für alle möglichen Ambiguitätsstörungen der Mehrheitsbevölkerung – also für alles, was sich nicht in ein binäres Schema drücken lässt. Was bedrohlich ist an der modernen, schnellen Transformation, hat man in einen Außenseiter hineinprojizieren müssen, der immer schon für Ambivalenz und für Nichteinordenbarkeit stand. Der Jude ist immer das Dritte. Was Kinder und Jugendliche lernen müssen: sich nicht vor Ambivalenzen zu fürchten. Man muss sie zu angstfreien Menschen erziehen und darf die Komplexität nicht mit Entweder-oder-Schemata eindampfen. Wenn das gelingt, hat man dem Antisemitismus schon sehr viel an Nährboden abgegraben.

 

„Antisemitismus ist keine einheitliche
Disposition, die sich durch Zeit und
Raum gleicht. Antisemitismus ist eine
Hydra, ein vielköpfiges Phänomen, das
sich in jedem Kontext anders zeigt.“
Richard Schuberth

 

Sie schildern Antisemitismus hier als Art Blitzableiterfunktion – gibt es ein Problem, wird alles Jüdische als Projektionsfläche missbraucht.
I Man spricht dann von Schiefheilung. Ein Begriff, den Freud geprägt hat.

Wie ist dieses Phänomen aufzulösen?
I Ich bin ja ein alter Marxist, und wir haben uns früher immer ein bisschen gesträubt gegen diese Psychologisierung. Gott sei Dank gibt es aber die Kritische Theorie. Ohne sie kann man Antisemitismus gar nicht verstehen. Jean-Paul Sartre und Theodor W. Adorno waren die Ersten, die einen Schlüssel für das Verständnis des modernen Antisemitismus geliefert haben.
Als Antisemit bezeichnet zu werden, ist derzeit einer der ehrenrührigsten Vorwürfe. Man wird dann automatisch in einen Topf geworfen mit den Leuten, die grinsend und mit Behagen 1938 den Straßen putzenden Juden zugesehen haben, die sie dann ins Konzentrationslager schickten.
Antisemitismus ist aber keine einheitliche Disposition, die sich durch Zeit und Raum gleicht. Das sehen viele falsch. Antisemitismus ist eine Hydra, ein vielköpfiges Phänomen, das sich in jedem Kontext anders zeigt. Es wäre daher sinnvoll, Menschen nicht zu sagen, sie sind Antisemiten, sondern von antisemitischen Inhalten zu sprechen, von einem antisemitischen Drall, von antisemitischen Energien. Das würde Menschen die Würde geben, sich durch Reflexion wieder davon zurückzuziehen. Dort, wo der Antisemitismus wirklich auf Desinformation beruht und auf einer falschen Vorurteilsstruktur, kann man es mit Aufklärung versuchen.
Je stärker allerdings der Antisemitismus eine pathologische Notwendigkeit ist, damit Menschen ihre ganzen persönlichen Frustrationen oder ihr kognitives Leiden an einer immer krisenanfälligeren, spätkapitalistischen Realität in Israel hineinprojizieren, und je stärker und wahnhafter das wird, desto schwieriger wird es, sie zu kurieren.

 

Richard Schuberth ergründet in seinem aktuellen Essayband das hoch gefährliche Minenfeld ideologischer Verzerrungen und antisemitischer Wahnbildung. Foto: Daniel Shaked

 

Sie haben bereits auf Ihre eigene Verortung in der Linken hingewiesen. Können Sie den Moment beschreiben, in dem Sie für sich merkten: Da biegt ein Teil der Linken beim Themenbereich Israel, Judentum, Antisemitismus falsch ab?
I In meinem Buch beschreibe ich das als plötzlichen Umschlag – es sind ja literarische Essays. In der Realität war es ein langsamer Prozess, der eigentlich erst am 7. Oktober 2023 abgeschlossen war.
Ich bin schon früh mit einem linken Diskurs in Kontakt gekommen, der sich auf die Kritische Theorie berufen und auch zu einer Spaltung geführt hat: Das sind dann die Leute, die abfällig als „Antideutsche“ bezeichnet wurden. In den 1980er-Jahren war ich, vor allem über Zeitschriften, die ich abonniert hatte, mit einer proisraelischen Linken konfrontiert. Das habe ich einmal kognitiv verarbeiten müssen, weil das natürlich ein Angriff auf mein Selbstverständnis war: Da gibt es ein unterdrücktes Volk, und das wird trotz all der Schmach, die Juden angetan worden ist, unterdrückt.
Die Vorstellung, dass die Opfer Täter werden können, dass es da einen moralischen Freibrief gibt, erzeugt Empörung, und ich glaube, das ist eine der Initialzündungen für jedes linke antizionistische Bewusstsein. Man kann sich damit auch über diesen moralischen Manichäismus erhaben fühlen, weil einem sein Gerechtigkeitssinn erlaubt, auch den Israelis auf die Finger zu klopfen und darauf zu achten, dass sie sich nicht durch ihre Opferrolle über die nächsten Jahrhunderte durchschwindeln können. Aus der Exzeptionalität des Holocaust entsteht so die Exzeptionalität der Israel-Kritik: Man wirft Israel dann mehr vor als anderen Konfliktherden.
Ich war dann in dieser Sache selbst oft hin- und hergerissen, auch ein bisschen feig, so typisch österreichisch halt. In Österreich hat es ja nie so eine starke prozionistische oder proisraelische Linke gegeben. Aber man war in einem Umfeld, in dem auch sehr viele vernünftige Inhalte vertreten wurden, wie Kapitalismuskritik, Sozialpolitik etc.
Das machen viele Leute in linken Strukturen: Sie schweigen oder greifen heiße Eisen nicht an, aber man weiß ganz genau, wo die anderen stehen. Ich habe das so gelöst, dass ich mir mit einer gewissen Arroganz gesagt habe: Die sind in dieser Sache halt nicht zurechnungsfähig, die können ja nichts dafür, sie sind falsch informiert, ich nehme sie daher einfach nicht ernst. Ich wollte schlichtweg paktfähig bleiben.

Was hat sich mit dem 7. Oktober 2023 für Sie verändert?
I Die Tragik ist, um den genial grausamen Aphorismus des israelischen Psychoanalytikers Zvi Rix zu zitieren, dass die Deutschen den Juden den Holocaust nie verzeihen werden. Das wiederholt sich heute. Und am 7. Oktober 2023 habe ich gespürt, es geht ein Raunen, ein Grollen durch die Gesellschaft. Ich habe gespürt – und auch Angst davor gehabt –, was dann kam: Jetzt gibt es keine Empathie und kein Mitleid für die Opfer, sondern sofort werden die Opfer für das angegriffen, was sie jetzt den Tätern antun werden. Das ist dann in einer Unverschämtheit eingetreten, wie ich es mir nicht einmal mit meinem ganzen nihilistischen Pessimismus erwartet hätte.
Was mich bis dahin ein bisschen bei der so genannten Israel-solidarischen Linken oder bei den „Antideutschen“ verstört hat, war, dass sie eigentlich die Kapitalismuskritik aufgegeben haben, stattdessen wurde Israel zu ihrem Lebensinhalt. Da gab es Leute, die großartige Analysen geliefert haben, aber sie kannten kein anderes Thema mehr. Jedes Einzelphänomen in dieser Welt, jedes soziale Problem, wird zuerst einmal in Relation zu Israel, zu Antisemitismus, zu Faschismus gesetzt. Das fand ich total übertrieben.
Mittlerweile muss ich einsehen, dass das Verständnis von Antisemitismus der Generalschlüssel zum Verständnis einer Vielzahl von Problemen und ideologischen Sackgassen ist, in die wir noch immer hineinlaufen. Im Moment läuft die gesamte Welt in diese Sackgasse – und damit auch die gesellschaftlichen Kräfte, die eigentlich dazu da sein müssten, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das ist die größte Katastrophe, die man sich vorstellen kann.
Völlig unabhängig davon wird Israel weiter bestehen bleiben und wird sich weiter wehren, auch wenn es als Völkermörder diffamiert wird. Die tragischen Figuren sind in dem Fall nicht die Juden, auch wenn sie sehr viel Leid und Diskriminierung erfahren müssen, sondern die Antisemiten – und dabei vor allem die, die nicht merken, dass sie wie ein Schwamm vollgesaugt sind mit grauslichstem Antisemitismus.

All das formulieren Sie klar und unmissverständlich in Ihrem Essayband. Wie begegnen Ihnen nun bisherige Wegbegleiter, Freunde, Bekannte in der Linken?
I In Österreich werden Auseinandersetzungen nicht mit offenem Visier geführt, sondern hinterrücks. Es läuft über Tuscheln und Gaslighting. Man muss da sehr resilient und psychisch stabil sein. Ich habe viele Freunde gehabt aus dem türkisch-kurdischen und aus dem balkanischen Milieu. Diese Menschen pflegen oft, was ich im Buch als „Sozialismus des Herzens“ bezeichne, und fallen wegen der emotionalisierten Gerechtigkeitserzählung gerne herein auf diese Palästina-Israel-Geschichte. Leider. Ich weiß, dass das keine böswilligen Antisemiten sind, aber viele haben sich zurückgezogen von mir. Und ich habe Reaktionen erlebt, dass mich Freundinnen, als sie meine Verteidigung Israels merkten, mit Tränen in den Augen fragten: „Auch du, Richard?“ Sie halten sich wirklich für die Résistance und uns für die Nazis.

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