Es ist ein Mut machendes Buch, das Julya Rabinowich, die mit ihrer Dazwischen Ich-Trilogie bereits jede Menge Jugendliche erreichen konnte, mit Mo & Moritz vorlegt. Hier wird eine Love Story geschildert, der in der Realität so ziemlich alles entgegenstehen würde, was nur irgendwie möglich ist: der eine ein Gymnasiast, der andere ein Lehrling; der eine aus einem Elternhaus, das – nicht zuletzt auf Grund der Ereignisse am 7. Oktober 2023 und allem, was danach kam – nicht ganz unreserviert auf Muslime und Musliminnen reagiert, der andere aus einer Familie, in der Antisemitismus durchaus gutgeheißen wird.
Die Welt der Geschichten ist eine andere als jene der Realität: Hier können Träume wahr, Hürden überwunden und Wünsche ausgelebt werden. Damit schafft es Rabinowich, Jugendliche an der Hand zu nehmen und sie ein bisschen in die Richtung zu schubsen, darüber nachzudenken, was sie wirklich wollen, wie sie dafür eintreten können, und ihnen auch zu vermitteln, dass es manchmal gar nicht schlecht ist, sich, wenn man meint, nicht mehr weiterzuwissen, anderen anzuvertrauen und Verbündete zu suchen.
Hier können Träume wahr,
Hürden überwunden und
Wünsche ausgelebt werden.
In einer Welt, in der eine schlechte Nachricht die andere jagt, in der gerade Kinder und Jugendliche auf Social Media Hass und Hetze in Dauerschleife ausgesetzt sind, tut der Versuch, sie in eine fiktive Welt zu entführen, in der nicht alles sofort zum Scheitern verurteilt ist und in der nicht nur Schwarz und Weiß regieren, gut. Ein reines Feelgood-Buch ist diese Geschichte dennoch nicht, denn angesichts dessen, womit Jugendliche heute konfrontiert sind, wäre das denn auch zu dick aufgetragen. Geschickt flicht die Autorin neben dem 7. Oktober auch andere aktuelle Konfliktthemen ein.
Auch für Erwachsene unterhaltsam: ein Cameo- Auftritt der Schriftstellerin, die sich hier, wie sie das auch im wirklichen Leben tut, ein bisschen selbst auf die Schaufel nimmt. Und dabei wohltuend uneitel herüberkommt. wea






















