Iris Schächter: Meine Eltern weigerten sich, mich in Paris zurückzulassen

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Iris Schächter wurde 1956 in Karlsruhe geboren. Als Neunjährige zog sie mit ihren Eltern nach Paris. Ab 1971 lebte die Familie in Wien, das Lycée Français de Vienne schloss Iris Schächter 1974 mit dem Baccalaureat ab. Nach einem abgebrochenen Dolmetschstudium arbeitete sie von 1986 bis 1998 am Internationalen Institut für angewandte Systemanalyse (IIASA). 1998 wechselte sie zu den Vereinten Nationen in Wien-Kaisermühlen, wo sie seit 2006 beim Informationsdienst beschäftigt ist. © Ronnie Niedermeyer

Warum Wien? Weil sich meine Eltern weigerten, mich als 15-Jährige allein in Paris zurückzulassen. Eigentlich wollte ich nicht für immer in Wien bleiben. Vor allem, als meine Familie nach der Pensionierung meines Vaters wieder von Wien nach Deutschland zurückkehrte. Mitte der 1980er-Jahre habe ich eineinhalb Jahre in Israel im Kibbuz gelebt, musste aber aus unterschiedlichen Gründen wieder nach Wien zurück. Nachdem ich 1992 meinen Mann – einen leidenschaftlichen Wiener – geheiratet hatte und unsere Tochter auf die Welt gekommen war, wurde Wien endgültig zu meinem Lebensmittelpunkt. Wenn ich längere Zeit weg bin, habe ich manchmal sogar fast so etwas wie Heimweh.

Tipp: Ich mag den Augarten. Für mich ist er eine grüne Oase mitten in der Stadt. Er erinnert mich ein wenig an die Parks meiner Kindheit in Paris. Da meine Tochter ihre gesamte Schulzeit am Lauder-Chabad-Campus verbracht hat, war der Augarten nicht weit.

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