Meeting im Pyjama

Die Wienerin Leonie Rachel Soyel betreibt ihren eigenen Lifestyleblog leonierachel.com und gemeinsam mit Sinah Edhofer den Podcast Couchgeflüster.

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©Daniel Shaked; privat

Virulente Fragen

„Mögest Du in interessanten Zeiten leben“, lautet ein chinesisches Sprichwort, das wohl nicht ganz so nett gemeint ist. Auch WINA hat sich in dieser Ausgabe mit den vergangenen Wochen beschäftigt, die ganz im Zeichen des Coronavirus standen, und wollte wissen, was Menschen aus diesen herausfordernden Zeiten mitgenommen haben.

 

Was ich in Zeiten der Isolation über mich selbst gelernt habe:
Ich habe durch die Ruhe der Isolation wieder mehr zu mir gefunden und vieles wiederentdeckt, das mir früher Spaß gemacht hat, aber ich aufgrund von „Zeitmangel“ nicht mehr getan habe: Zeichnen und Malen etwa.

Und was ich über die Gesellschaft gelernt habe:
Dass Klopapier anscheinend eine große Rolle im Leben der Menschen spielt und viele nicht allein sein können. Aber auch, dass in Zeiten der Not Hilfsbereitschaft und eine Portion Humor das Ganze erträglicher machen.

Helfen kollektive Erinnerungen aus der jüdischen Geschichte im Bewältigen von Krisensituationen?
Da es meine einzige „Herausforderung“ war, zuhause zu bleiben, muss ich sagen, dass ich mich mit dem Wissen, dass bereits weitaus schlimmere Krisen überstanden wurden, oft beruhigen konnte.

Was wir uns aus den vergangenen Wochen behalten sollten:
Es war schön zu sehen, dass man sich gegenseitig mehr geholfen hat, etwa bei der Nachbarschaftshilfe. Mitmenschen wurden öfter gefragt, ob es ihnen gut geht – das sollten wir definitiv mitnehmen.

Was werden wir in 20 Jahre über den Frühling 2020 erzählen?
Hoffentlich werden wir darüber lachen können, wie viele Zoom-Meetings man im Pyjama gemacht hat.

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