DAS GLIK DER VERWECHSLUNG

Für alles gibt es ein erstes Mal – aber auch ein letztes. In dieser Ausgabe spricht die Singer-Songwriterin SINA über Lippenstiftspuren und den Anker Musik.

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© Angelo Lair

Bereits in frühester Kindheit begeistert sich Christina Schweighofer aka SINA für Musik. Sie spielt Klavier und nimmt Oboenunterricht. Nach ersten Auftritten als Kindermusical-Darstellerin und Leadsängerin der Schulband führt ihr musikalischer Weg zu Castingshows wie The Voice und X Factor, bei denen sie jeweils in das Finale kommt. Mit ihrer ersten Single-Veröffentlichung Undone erreicht sie über 1,6 Millionen Streams auf Spotify. Anfang März stand sie nun mit Michael Maertens und Petra Morzé auf der Bühne des Theaters Akzent: Mit Glik und Zores gestaltete Béla Korény einen Abend in der Reihe Ach, Sie sind mir so bekannt …, der den Schwerpunkt auf die außergewöhnlichen Persönlichkeiten Ephraim Kishon, Georg Kreisler, Erich Fried, Anton Kuh und die viel zu jung verstorbene Ausnahmekünstlerin Amy Winehouse legt.

 

Das letzte Mal,

dass ich nix als „Zores“ hatte, war, …
als ich bei einem Meeting mit einer Booking-Agentur meinen nicht langanhaltenden Lippenstift völlig gedankenverloren im Gesicht verteilte.

Das letzte Mal, dass ich echtes „Glik“ gehabt habe, war, …
als mich Béla Korény für das Theaterstück Glik und Zores entdeckt hat. Béla, dem genialen Kopf und Regisseur, dem Komponisten vieler der Lieder dieses Abends, begegnete ich aufgrund einer Verwechslung, die sich letztendlich als beidseitiges Glück herausgestellt hat.

Das letzte Mal, dass mich das Musizieren glücklich gemacht hat, war …
heute beim Proben mit Béla. Egal ob ich für mich selbst spiele oder für andere – Musik erfüllt mich immer mit Freude. Sie gibt mir Kraft und Halt und ist mein Anker in turbulenten Zeiten. Egal, wo ich bin, die Musik begleitet mich, und es ist umso schöner, dieses Gefühl mit meinen Zuhörer:innen und Fans zu teilen.

Das letzte Mal, dass sich jemand meinen Ärger zugezogen hat, war …
ich selbst, als ich versehentlich meinen Kaffee über meine Songnotizen verschüttete und dann noch einmal von vorne beginnen musste.

Das letzte Mal, dass ich jemandem aus ganzem Herzen Glück gewünscht habe, war …
vor Kurzem: meinen guten Bekannten, der Elektropop-Gruppe GALANT, die am ESC Vorentscheid in Deutschland teilgenommen haben.

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