Mediterran, asiatisch, österreichisch

Stellas 1030: Tapas-Bar mit Einflüssen aus der ganzen Welt

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© Reinhard Engel

wina- TIPP
STELLA 1030
Landstraßer Hauptstraße 44, 1030 Wien
Tel: +43/(0)1/710 67 73
Mo.–Fr., 15–1 Uhr, Küche bis 22.30 Uhr
stellas.at

Äußerst bescheiden klingt die Beschreibung „Tapas Bar“ für das zweite Lokal, das Martina Kraler und Rodschel Rachnaev auf der Landstraße Hauptstraße 44, vis à vis vom Rochusmarkt, Anfang September eröffnet haben. Denn außer dem reichhaltigen Tapas-Angebot stößt man hier auf eine beeindruckende Mischung aus mediterranen, asiatischen und österreichisch inspirierten Speisen – und das bei Weitem nicht nur in Tapas-Größe.
Im geschmackvoll eingerichteten, gemütlichen Ambiente des Stellas 1030 ist von der ehemals biederen Konditorei nichts mehr zu spüren. Die Bar im Eingangsbereich ist in warmen Rottönen gehalten, während das Bistro im 1. Stock mit Parkettböden und grünen Wänden eine angenehme Frische ausstrahlt.
Die kulinarischen Angebote im Stellas 1030 wurden bereits im ersten Restaurant des Gastronomenehepaars erprobt: In der Zieglergasse im 7. Bezirk führten sie ab 2002 das erfolgreiche Gourmetlokal Gaumenspiel und gleich daneben ab 2014 das Bistro St. Ellas. Letztes Jahr mussten sie dieses schließen, weil das Haus verkauft und inzwischen auch abgerissen wurde. Aus der Not machten die beiden eine Tugend: Sie eröffneten nach größerem Um- und Ausbau des Gaumenspiels den neuen Raum unter dem Namen Stellas.
„Es ist ein großer Unterschied, ob man zwei Restaurants nebeneinander hat oder zwischen dem 7. und 3. Bezirk pendeln muss“, erzählt Rodschel Rachnaev etwas atemlos, denn er ist erst um 17 Uhr vom neuen Stellas 1030 weggegangen, um mit den beiden Töchtern gemeinsam zu essen. Jetzt, zwei Stunden später, kehrt er zurück, um das muntere Treiben hier zu überwachen. Rachnaev wurde 1970 in Duschanbe, der Hauptstadt Tadschikistans, geboren.

Pikante Fischsuppe im Stellas 1030. Kreiert mit der Individualität der Köche. © Reinhard Engel


Wöchentlich gibt es drei bis fünf saisonale Gerichte neben der umfangreichen
Standardkarte.

 

1980 wanderte er mit seinen Eltern zuerst nach Israel aus, ein Jahr später kam die Familie nach Österreich. Nach der HTL und einer Tischlerlehre verschlug es ihn nach Tirol, wo er bereits Erfahrung in der Gastronomie sammelte. 1995 kam er mit seiner Martina nach Wien zurück.
Wöchentlich gibt es drei bis fünf saisonale Gerichte neben der umfangreichen Standardkarte. Wodurch unterscheiden sich die beiden Stellas? „Hauptsächlich durch die individuelle Kreativität der Köche. Martina und ich geben ihnen zwar gewisse Vorgaben, was den Geschmack, die Präzision sowie die Wirtschaftlichkeit betrifft, aber sonst können sie die Speisen selbst gestalten.“ Und das gelingt hervorragend: Die gar nicht kleinen Tapas kosten zwischen sechs und zehn Euro. Darunter gibt es zur Auswahl roh marinierte Lachsforelle mit Miso-Mayo, Jungzwiebeln, Ponzu und Ingwer, drei Gyoza (japan. Teigtaschen) oder Steinpilze vegetarisch. Eine Speiseteller-große Tuna-Sashimi-Pizza mit Yellow Fin, Avocado, Tomate, Teriyaki und Wasabi um 12 € oder Vega Buns mit Zucchini-Tempura oder Artischocke, gefüllt mit Gemüse und Spinat, um wohlfeile € 7. Der gegrillte wilde Broccoli mit Kimchi, Miso-Mayo und Sesam um € 8 schmeckt genauso köstlich wie die ausgiebige pikante Fischsuppe um € 12.
Die Hauptspeisen gibt es entweder vom Lavastein-Grill oder vom Steinofen: Bachsaibling mit Erdäpfelpüree, Fenchel und Dille, die kleine Portion um € 16, die große um € 22. Auch den Zander vom Neusiedlersee mit Safrangnocchi und Zucchini kann man sich um € 19 oder € 26 munden lassen.
Weiters gibt es Gnocchi und Tagliata mit saisonalem Gemüse. „Die Nachfrage aus der Umgebung ist groß, und unsere Stammgäste sind uns auch in den Dritten gefolgt, daher überlegen wir, bald auch einen Mittagstisch einzuführen“, freut sich Rachnaev.

Paprikasch

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