Von früh bis spät bietet The Room köstliches Essen

In den Sofiensälen hat sich ein feines Restaurant etabliert

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wina- TIPP THE ROOM Marxergasse 17, 1030 Wien Mo.−Fr. ab 9 Uhr, Sa., So. ab 10 Uhr Tel.: +43/(0)1/710 55 77 theroom.at © Reinhard Engel

Wie viele angeheiterte Ballbesucher des Bal Paré Anfang Oktober im The Room ihren morgendlichen Kater bei einem ausgiebigen Frühstück bekämpft haben, bleibt das diskrete Geheimnis der Veranstalter des Balls, der Jüdischen österreichischen HochschülerInnen. Jedenfalls lockt das Restaurant The Room sonn- und feiertags mit einem köstlichen und durchaus erschwingliche Brunch: inklusive einem Heißgetränk 20 € pro Person (Kinder 6 bis 12 Jahre zahlen nur 6 €). Das bunte Buffet bietet neben Frühstücksklassikern (Joseph Brot, Aufstriche, Kräuterdips, Plundergebäck etc.) auch drei warme Gerichte (Fleisch, Fisch, vegetarisch), die wöchentlich wechseln. Mit einem Glas Prosecco kombiniert kostet der Brunch 22 Euro. Frühstück wird im The Room inzwischen täglich von 9.30 bis 16 serviert. Die Auswahl ist recht umfangreich, man kann sich zwischen sechs Kombinationen entscheiden, die räumlich nach Farben sortiert sind: etwa „Blue Room“ (Radieschenbrot, Schnittlauchbrot, weiches Ei, Birchermüsli) um € 8,50, „Orange Room“ (Honig, Marillenmarmelade, Nougat, Zwetschkenkuchen, Croissant, Mandarinenjoghurt, Semmel) um € 8,50 oder „Green Room“ (Schnittlauchaufstrich, marinierte Avocado, Spinatcreme und japanisch gegartes Onsen-Ei, Matcha, Joseph Brot) um € 10,50.

The Room bietet österreichische Küche, internationale Klassiker und saisonale Highlights.

Die Ballnacht der rund 600 Jungakademiker mit Tanzcombo aus Israel, Streichorchester und DJ-Line-up stand unter dem Motto „Alte Traditionen zu neuem Leben erwecken“ und konnte dafür keinen passenderen Rahmen als die renovierten Sofiensäle finden. Denn von diesem Gebäude gibt es viel Traditionelles zu berichten: Die 1848 eröffneten Säle, benannt nach Erzherzogin Sophie, der Mutter von Franz Joseph I., fungierten damals noch als Schwimmhalle Sophienbad. Aber auch mit dem dunkelsten Kapitel der Geschichte Wiens sind die Sofiensäle verbunden: Der Historiker Richard Suchenwirth gründete hier im Mai 1926 den österreichischen Zweig der NSDAP.
Nach dem Großbrand im Jahr 2001 gab es mehrere Jahre Streit um die Zukunft des Gebäudes. Die neuen Besitzer restaurierten dann von 2011 bis 2013 den historischen Saal und das Hauptportal. Das den Saal umgebende Gebäude wurde als Wohnhaus und Hotel neu errichtet.

Die Restaurantbetreiber Joachim Bankel und Lukas Grünbichler, auch bekannt vom Club Babenberger Passage, erhielten für ihr Konzept den Zuschlag: Das Lokal ist lang gestreckt mit Sitzkojen und einer schicken Bar. Die in Gold und Braun gehaltenen Stoffbezüge aus Spanien passen gut zu den Zementfliesen aus Marrakesch.
The Room bietet österreichische Küche und internationale Klassiker mit saisonalen Highlights. Die getesteten Hauptspeisen waren nicht nur wunderschön angerichtet, sondern von bester Qualität und feinstem Geschmack: das vegetarische Kürbis-Chili-Risotto mit Ziegenkäse, Kernöl und Kresse (14,90 €) und das Tuna-Steak mit Wasabi-Püree, Avocado, Pak Choi sowie Wokgemüse (19,50 €). Gerne hätten wir noch die hausgemachten Tagliatelle mit Eierschwammerl, Grana und Kresse (14,40 €) sowie die knusprigen Lachsmaki tempura mit Ingwer, Wasabi, Mayonnaise und Sojasauce (12,50 €) oder Sofies Salat (vegan) mit Erdbeeren, Avocado. Mango um 7,90 € gekostet, aber im Foyer leuchtete mahnend das Schild „John Harris Fitness Club“.

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