„Es ist schon viel zu lange still – höchste Zeit, dass es wieder laut wird“

Das Künstlerpaar findet seine idealen Rollen auf der Bühne und im Film. Im richtigen Leben spielen sie nicht, sondern genießen ihre „ortsunabhängige“ Liebe, an der Claus Peymann nicht unschuldig ist. Johannes Krisch ist schon längst bereit für die Premiere des NS-Widerständlers Bockerer am Theater in der Josefstadt, dessen Botschaft er insbesondere jetzt für hochaktuell hält. Larissa Fuchs, die russisch-jüdische Immigrantin, schildert den entbehrungsreichen, aber erfolgreichen Weg zur Schauspielerin auf den besten deutschen Bühnen bis zur neuen Heimat an der Josefstadt.

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Larissa Fuchs mit ihrem Mann Johannes Krisch. „Das Leben ist so spannend, da muss ich nichts erfinden.“ © Reinhard Engel

Wina: Durch ein Kurier-Porträt über Ihre Filmpläne als deutsch-russische Schauspielerin bin ich auf Sie aufmerksam geworden. Sie haben dort von sich aus Ihren jüdischen Großvater angesprochen. Das ist heute in Wien auch noch nicht selbstverständlich. Sie wurden 1983 in Tscheljabinsk, einer russischen Großstadt am Ural, geboren. Erzählen Sie uns aus Ihrer Familiengeschichte?
Larissa Fuchs: Dass wir jüdische Vorfahren haben und mein Opa mütterlicherseits Jude ist, habe ich eher zufällig herausgefunden, etwa vor einem Jahr. Ich habe die Geschichte meiner Familie zu recherchieren begonnen, zuerst jene meines Vaters, weil er ein in St. Petersburg geborenes Waisenkind war. Er floh noch am letzten Tag vor der Leningrader Blockade* mit dem Zug aus der Stadt und lebte dann in mehreren Waisenhäusern. Da ich bei dieser Recherche nicht viel weiter kam, begann ich auf der mütterlichen Linie zu forschen.

Larissa Fuch,
geb. 1983 in Tscheljabinsk, Russland, kam 1995 nach Deutschland. Noch während ihres Studiums an der Bayerischen Theaterakademie August Everding (2005 bis 2009) spielte Larissa Fuchs am Metropoltheater München, sie wurde bereits 2008 Mitglied des Berliner Ensembles. Die seit 2017 in Wien lebende Schauspielerin arbeitete u. a. mit Regisseuren wie Luc Bondy, Peter Stein und Andrea Breth zusammen. Filmrollen gestaltete sie in mehreren populären deutschen TV-Serien.

Was haben Sie da entdeckt?
I Da fand ich heraus, dass mein Opa aus Khlebodarovka, einem Dorf in der Ukraine, stammte, das 1858 als jüdische Landwirtschaftskolonie gegründet wurde. Meine Tante sagte zu mir: „Mein Vater hieß Isaak, was hast du denn gedacht?“

Religion war dennoch kein Thema?
I Nein, denn zuerst einmal waren wir Russen; und durch meine Oma, die aus Stephan (Wodjanoj-Bujerak) kam, einer deutschsprachigen Ortschaft in der Wolgarepublik, galten wir gleichzeitig als Deutsche –und wurden manchmal mit „Heil Hitler“ angesprochen. Also, da fehlte nur noch das Jüdische, um gleich zwei Minderheiten anzugehören, in einem Staat, der die totale Anpassung forderte. Meine Mutter verstand nicht, warum mich das überhaupt interessierte. Aber für mich ist das wichtig; ich möchte das alles wissen, denn ich finde es bereichernd, dass ich so eine Pina Colada aus verschiedenen Nationalitäten** bin.

Hat man zuhause Deutsch gesprochen?
I Meine Mutter hat Deutsch gesprochen, bis zu dem Zeitpunkt, als sie jemand als „deutschen Schäferhund“ bezeichnet hat. Danach hörte sie sofort auf und sprach kein Wort Deutsch mehr.

1995 kamen Sie mit Ihren Eltern und Ihrer jüngeren Schwester als deutsche Aussiedler nach Odenwald. Ihre Eltern waren beide Sportlehrer, Ihr Vater unterrichtete an der Universität. Konnten sie in diesen Berufen hier arbeiten?
I Nein, leider beide nicht. Meine Mutter hatte noch eine Ausbildung als Krankenschwester und das Glück, eine Anstellung im Spital zu bekommen. Nebenbei arbeitete sie noch als Putzfrau. Mein Vater arbeitete auf einer Baustelle bis zu seinem Tod mit 72 Jahren.

Sie waren 12 Jahre alt, als sie nach Deutschland kamen. Haben Sie schon die Sprache gekonnt? Wie funktionierte die Integration in der Schule, in der Gesellschaft?
I Ich wurde gleich zwei Klassen zurückgestuft, weil wir in Russland kein Englisch hatten. Ich war die Älteste in der Klasse, und es war schwierig, mit den anderen mitzuhalten, weil das Äußere und die Kleidung so wichtig waren – und wir hatten alles nur vom Roten Kreuz. Was hast du da an, haben sie oft gefragt, das sind doch „gefälschte“ Sachen. Ganz verzweifelt fragte ich meine Mutter: „Wieso habe ich gefälschte Sachen?“

„Mein Vater hieß Isaak, was hast du denn gedacht?“
Larissa Fuchs zitiert ihre Tante

Wann wussten Sie, dass Sie zum Theater möchten?
I Ich wollte schon immer Schauspielerin werden, meine Eltern waren strikt dagegen, denn in ihrer Vorstellung waren Schauspielerinnen „leichte Mädchen“. Ich habe sie dann einfach mit Tatsachen überrumpelt. Als ich die Aufnahme an eine private Schauspielschule schaffte und dann konsequent weiterstudierte, sagte ich nur mehr: „Jetzt müsst Ihr das zahlen!“ Schließlich hat sich das ausgezahlt, denn während meines vierjährigen Studiums an der Bayrischen Theaterakademie holte mich Claus Peymann bereits im dritten Jahr an das Berliner Ensemble. Mein Diplom habe ich trotzdem ein Jahr später gemacht.

Larissa Fuchs. „Diese anhaltende Ungewissheit blockiert alle und alles.“ © Reinhard Engel

Beruflich und privat haben Sie beide direkte Bezüge zu Claus Peymann: Johannes Krisch war nach Oskar Werner der Jüngste, der jemals an das Burgtheater engagiert wurde. Sie wurden von Peymann nach einem Vorsprechen im Jahr 2008 in das Berliner Ensemble aufgenommen. Und privat gefunkt hat es zwischen Ihnen bei den Probenarbeiten zu Liliom in der Regie von Peymann. Wie schwer oder wie leicht war es für Sie, der Liebe wegen nach Wien zu übersiedeln?
I Es war eine gemeinsame Entscheidung: Unsere Liebe ist ortsunabhängig, und so übersiedelte die Liebe nach Wien. Mein Vertrag am Berliner Ensemble lief 2017 aus, und da Johannes bis dahin wöchentlich aus Wien zu mir gependelt ist, entschieden wir – auch wegen der Schule für die beiden Mädchen –, eine Bleibe in Wien zu suchen. Wir fanden ein Haus in Haugsdorf, wo wir sehr glücklich sind.

Sie haben am Theater in der Regie von Luc Bondy, Andrea Breth, Peter Stein, Martin Wuttke, Thomas Langhoff oder Klaus Maria Brandauer gespielt und außerdem in zahlreichen Filmen und TV-Serien wie Tatort, Kripo Bozen und Der Usedom-Krimi mitgewirkt. An den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt waren Sie zuletzt – solange es Corona erlaubte – im Lustspiel Monsieur Pierre geht online zu sehen. Ist die Josefstadt auch zu Ihrer neuen Heimat geworden?
I Ich wünschte, ich könnte das sagen. Ich wünsche es mir sehr, dass es meine Heimat wird. Es ist ein warmes Haus, an dem großartige Menschen auf Augenhöhe miteinander umgehen und arbeiten. Alle reden miteinander auf einer kollegialen Ebene, ohne auf irgendwelchen Titeln oder Hierarchien zu bestehen. Da wird viel Schönes möglich.
Johannes Krisch: Darf ich etwas hinzufügen? Man kann nur spielen, wenn man sich öffnen und wohlfühlen kann, also dem gegenüber vertraut. Wir Schauspieler sind sowieso nie mit uns selbst zufrieden: Für sich selbst zweifelt man immer, aber das ist auch das Benzin für unseren Motor.

In Monsieur Pierre geht online haben Sie wieder in einem Lustspiel mitgewirkt, hat es Spaß gemacht?
I Das klassische Theater, das Drama stand bis jetzt mit Ausnahme von Shakespeares Komödie Was Ihr wollt in der Regie von Katharina Thalbach im Vordergrund meiner Auftritte. Aber ja: Monsieur Pierre hat sehr viel Spaß gemacht! Und ich stehe auch gerne vor der Kamera: Zuletzt habe ich für die zweite Staffel der Krimiserie Vienna Blood in der Regie von Robert Dornhelm gedreht. Die Ausstrahlung im ORF ist für Winter 2021 programmiert.

Sie möchten auch gerne selbst Drehbücher schreiben, welche Themen reizen Sie da?
I Zum Beispiel auch Ihr Leben. In meinem bisherigen Nomadenleben bin ich so vielen Menschen begegnet, die so unterschiedliche Schicksale erlebt haben. Das gehört alles erzählt, das Leben ist so spannend, da muss ich nichts erfinden. Ich habe schon einige Skizzen gemacht, aber das muss noch reifen.

Haben Sie schon Pläne für die Zeit nach der Pandemie?
I Bei Filmanfragen geht es mir wie Johannes: Diese anhaltende Ungewissheit blockiert alle und alles. Jetzt unterstütze ich meinen Mann bei den Raimundspielen Gutenstein, und wir schauen, was 2022 möglich sein wird nach diesem unerwünschten Dornröschenschlaf. Wir haben Ideen und kochen diese Suppe gemeinsam: Wir machen alles, um endlich gehört und gesehen zu werden.

* Bezeichnung für die Belagerung Leningrads durch die deutsche Heeresgruppe Nord und spanische Truppen während des Zweiten Weltkriegs. Sie dauerte vom 8. September 1941 bis zum 27. Jänner 1944
** In der Sowjetunion wurde die Religion als Nationalität/Ethnie in den Pass eingetragen.


Wina: Ihre nächste Premiere am Theater in der Josefstadt ist jene des Fleischhauers Karl Bockerer im gleichnamigen Stück. Was hat Sie dazu bewogen, diese Rolle anzunehmen? Was reizt Sie daran?
Johannes Krisch: So eine Rolle ist ein Geschenk. Es reizt mich der Widerstand dieses Menschen, wie er sich gegen die Zeitumstände, in denen er lebt, auflehnt. Dieser oft stille Widerstand, den er leistet, indem er sich nicht verbiegen lässt, zu seinem Wort steht. All diese Komponenten sind mir sehr wichtig, und wenn man das spielen darf, sagt man sofort ja, ist ja keine Frage.

Kammerschauspieler Johannes Krisch
wurde 1966 in Wien geboren und schloss die Tischlerausbildung ab, bevor er sich dem Beruf des Schauspielers zuwandte. Am Theater arbeitete er mit namhaften Regisseuren wie Claus Peymann, Jürgen Flimm, Hans Neuenfels, Leander Haußmann und Hans Hollmann und war 30 Jahre am Wiener Burgtheater engagiert; seit 2019 ist er Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt. Große Erfolge feierte Johannes Krisch in nationalen und internationalen Kinofilmen. Im Jänner 2021 wurde er zum neuen künstlerischen Leiter der Raimundspiele Gutenstein bestellt.

In der Programm-Vorschau wird der Charakter des Bockerers einerseits als der Inbegriff der vielzitierten „Wiener Gemütlichkeit des kleinen Mannes“ definiert und anderseits als jener „echte Wiener“ bezeichnet, wie man sich diesen im Österreich ab 1945 gewünscht hätte. Da entsteht doch ein irreales Wunschbild. Will man so den guten Österreicher als Kontrapunkt zum „Herrn Karl“ erschaffen?
I Ich glaube, der Bockerer ist die Personifizierung jenes Widerstands, wie er hätte sein können. Der Herr Karl ist der typische Mitläufer, der zuerst „Stopp“ sagt und dann doch die rechte Hand zum Hitlergruß hebt. Der Bockerer ist sicher auch eine Idealisierung, weil es diese Art von Widerstand zwar gegeben hat, aber zu wenig. Das trifft nicht unbedingt nur auf 1945 zu, denn wenn man sich die heutige politische Situation anschaut, weiß man, dass wir viel mehr von diesen ehrlichen Widerständlern bräuchten. Da wünsche ich mir viel mehr Bockerers, und gerade deshalb soll man das heute spielen.

Also das Stück und seine Botschaft sind aktuell?
I Ja, denn heute ist es wichtiger denn je, sich treu zu bleiben, die Dinge laufend zu hinterfragen: In diesem Covid-Wahnsinn nimmt man die Beschneidung der Freiheit, die Einschränkung der persönlichen Recht zu leichtfertig hin. Da gibt es schon klare, sichtbare Parallelen, also „Wehret den Anfängen“.

Sie haben mit den namhaftesten Regisseuren der letzten 30 Jahre nicht nur im deutschsprachigen Raum gearbeitet. Begonnen hat Ihre Karriere aber mit Claus Peymann. Wie kamen Sie mit ihm zurecht?
I Großartig, er ist mein Theatervater. Er war und ist auch nach wie vor meine Vaterfigur, was mein Schauspielerleben betrifft. Natürlich hat man sich abgenabelt, aber wenn ich jetzt zurückdenke, so hat er die Weichen in meinem Leben gestellt: beruflich und durch Zufall auch privat. Davon erzählt Ihnen Larissa. Ich habe in unserer elfjährigen Zusammenarbeit unglaublich viel von ihm gelernt, z. B. den Text zu greifen und zu verinnerlichen. Wir haben uns großartig ergänzt, denn ich bin einer, der aus dem Herz und dem Bauch heraus spielt, und er ist doch kopflastiger, eine wunderbare Symbiose. Er hat mich am Burgtheater während zehn Monaten in dreizehn verschiedenen Stücken besetzt – und in 196 Vorstellungen! Eigentlich war ich sauer, dass ich die 200 nicht erreicht habe.

„Ich glaube, der Bockerer ist die Personifizierung jenes Widerstands, wie er hätte sein können.“
Johannes Krisch

Wollten Sie schon immer Schauspieler werden?
I Schon als Kind mimte ich am liebsten den Clown, unterbewusst wollte ich wahrscheinlich immer Schauspieler werden. Aber die Musik war mir auch sehr wichtig: Wir hatten eine Band namens „Illegal“ – am Keyboard saß damals Peter Hacker, heute Wiens Stadtrat für Soziales. Ich empfinde das als großes Glück, dass mich das Leben dorthin gespült hat, wo ich mich insgeheim hin gewünscht habe.

Johannes Krisch. „Schon als Kind mimte ich am liebsten den Clown.“ © Reinhard Engel

Sie waren von 1989 bis 2019 am Burgtheater engagiert und haben sehr erfolgreich große Rollen gespielt. Warum der Wechsel an das Theater in der Josefstadt?
I Das ist eine lange Geschichte, und ich darf eigentlich nicht darüber reden. Nur so viel: Es hat Vorfälle gegeben, bei denen ich gesagt habe, so geht man mit mir nicht um. Ich musste mir treu bleiben, in den Spiegel schauen können und habe mich karenzieren lassen. Gott sei Dank hat mich Herbert Föttinger mit offenen Armen aufgenommen, und ich bin sehr froh darüber, weil mich dieser Wechsel befreit hat. Es war sehr belastend, nach 30 Jahren am Haus draufzukommen, dass man mit mir so umgegangen ist. Wie richtig und gut meine Entscheidung war, habe ich an der Josefstadt gemerkt: Ich kann jetzt auch künstlerisch frei atmen, und das tut mir sehr gut.

Wählen Sie die Rollen gemeinsam mit Direktor Föttinger aus?
I Wir führen gute Gespräche miteinander, da fließen Ideen mit ein, daraus wird ein Pullover gestrickt, da finden sich schöne Aufgaben. Deshalb bin ich so froh, hier an der Josefstadt zu sein.

Ihre schauspielerische Bandbreite reicht von vielschichtigen Nestroy- und Raimund-Rollen bis zu diversen Bösewichtern in europäischen und internationalen Filmen: Aus dem Nichts erhielt 2018 den Golden Globe als „Bester fremdsprachiger Film“ und schaffte es sogar auf die Shortlist als deutscher Kandidat für die Oscar-Verleihung im gleichen Jahr. 2016 regnete es Preise für die Rolle des „Jack“ im gleichnamigen Film über den Frauenmörder Unterweger. Bereits 2011 gewannen Sie den Hauptpreis beim World Jewish Film Festival für die Rolle des Bauern Stephan in Vielleicht in einem anderen Leben. Welchen Stellenwert hat bei Ihnen das Theater, welchen der Film?
I Das ist schwer zu sagen, denn das sind zwei verschiedene Berufe. Es ist wie der Vergleich zwischen Tischler und Zimmermann: In der Tischlerei muss man ganz klein, fein und genau arbeiten, und in der Zimmerei geht es eher grobschlächtiger zu. Im Theater muss man alles vergrößern, im Film kann man einfach nur sein. Ich arbeite sehr gern für den Film und vor der Kamera: Da hat man das Glück, noch mehr auszuwählen zu können als im Theater. Natürlich brauche ich das Theaterpublikum, die Menschen, aber ich liebe Kinofilme, da arbeitet man präziser, Fernsehen mag ich weniger. Meine jüngste Arbeit fürs Kino war sehr erfreulich: Nach einer wahren Geschichte von Felix Mitterer habe ich mit dem Salzburger Filmemacher Adrian Goiginger gerade Märzengrund abgedreht.

Was konnten Sie in dieser langen Kulturdurststrecke noch machen?
I Ja, das ist für uns alle sehr schwierig, nehmen Sie als Beispiel nur den Bockerer her: Mit dieser Produktion bin ich schon überschwanger, seit Monaten habe ich das Gefühl, das muss endlich raus! Wir bekommen vom Theater zwar laufend Neustarttermine, die enden dann aber zwangsläufig in Fehlstarts – wie meine Frau das treffend formuliert. Die Filmfirmen können nicht planen, und das erschwert unsere Lage, weil niemand wirklich disponieren kann. Ich hätte die Chance, rauf und runter zu drehen, aber ich blockiere mich selbst. Es fühlt sich an, als würde Weihnachten permanent verschoben werden.

Sie erwähnten einmal, dass Sie gerne Regie führen würden. Haben Sie deshalb vor Kurzem die Intendanz der Raimundspiele Gutenstein übernommen? Wird heuer schon etwas live zu machen sein?
I Wir werden versuchen, etwas zu planen, das heuer noch gehen kann. Normalerweise finden in Gutenstein 18 Theatervorstellungen im August statt. Daneben gibt es Lesungen und kleine Konzerte. Jetzt müssen wir auf die politischen Entscheidungen warten, ob wir im Freien oder unterirdisch oder sonst wie spielen dürfen. Diese Kulturlosigkeit, die sich breitgemacht hat, ist ebenso beschämend wie dieser Slogan auf Plakatwänden: Ohne Kultur wird es still. Es ist nämlich schon viel zu lange still. Und ich habe keine Lust mehr, dass es weiterhin still ist. Ich will, dass es wieder laut ist.

Was passiert, wenn Johannes Krisch beschließt, nicht still zu sein?
I Damit es nicht still bleibt, werde ich in mich gehen und überlegen, während ich meine Rosen im Garten zurückschneide, was wir machen können, um ein lautstarkes Zeichen zu setzen.

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