Die kalifornische Brise im Achten

City of Angels: frische, leichte Küche, gepaart mit traditionellen Specials

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© Reinhard Engel

WINA-TIPP
City of Angels
Laudongasse 36, 1080 Wien
Tel.: +43/(0)1/403 83 24
Di., Mi., Do. u. So., 17–24 Uhr,
Fr. u. Sa., 17–1 Uhr (Mo. Ruhetag)
cityofangels.at

Zwischen all den heimischen Beiseln und zahlreichen Italienern im achten Bezirk ist seit Mai 2019 auch ein Hauch von kalifornischer Brise zu verspüren. Denn mit City of Angels hat der Wiener Gastronom René Steindachner dort, wo einst das Más zuhause war, ein Lokal für Liebhaber frischer und kreativer Küche konzipiert. Der hohe, L-förmige Innenraum mit der längsten Bar Wiens bringt etwas vom Lebensgefühl der „West Coast“ in die Wiener Josefstadt.
Der langjähriger Chef des Francesco in Grinzing nahm sich beim Restaurantnamen Anleihe beim US-Filmdrama Stadt der Engel aus dem Jahr 1998 mit Nicolas Cage und Meg Ryan in den Hauptrollen, einer weiteren Verfilmung von Wim Wenders’ Der Himmel über Berlin. Phantasie kann man dem neuen Betreiber nicht absprechen, denn sein Lokalimperium ist wahrlich multiethnisch angelegt: Das Café français in der Währinger Straße hat er ebenso zum Erfolg geführt wie die Südtiroler Trattoria Alto in Dornbach. Besten Italo-Flair brachte er ins Fischerhaus auf der Höhenstraße, und Glasweise heißt sein Weinlokal neben der Volksoper.

Dem mexikanischen Einfluss im Westküstenstaat
an der Grenze zu Mexiko wird hier auch
auf der Speisekarte ausgiebig gefrönt.

In diesen bunten Mix passt kalifornisches Flair gut hinein. Dem mexikanischen Einfluss im Westküstenstaat an der Grenze zu Mexiko wird hier auch auf der Speisekarte ausgiebig gefrönt. Für die gesamten kulinarischen Kombinationen konnte Steindachner einen erfahrenen Koch und Sommelier gewinnen, der weit gereist ist: Kurt Adler war nicht nur fünf Jahre in Rom, zwei in der Toskana und ein Jahr in Paris tätig, sondern kochte auch in Wien in diversen Nobelbeisln. „In Kalifornien besuche ich oft meine Verwandten, daher ist mir auch diese Küche wohlvertraut.“

Der vegane
„Buddha Bowl“
mit Quinoa, Süßkartoffel, Zucchini, Avocado, Erbsenschoten, schwarzem Reis und Tahini-Dressing. © Reinhard Engel

Fünfundzwanzig Prozent der Speisen sind vegetarisch. Das fängt schon bei den Vorspeisen an: Warm Lemon Olives, also warme Oliven mit Zitronenzesten, Mandeln und Chili (€ 4), oder Süßkartoffel-Fries mit Avocado-Chili-Dip (€ 5,50). Sowohl als Vorspeise wie auch als Mittelgang empfehlen sich der Avocado-Toast (Schwarzbrot, Avocado, Limette, Pfeffer, Kresse, Kürbiskerne um 8 €) und das Buffalo&Mango (Büffelmozzarella, frischer Mango, rotes Mandelpesto und Granatapfel um 13 €). Bei den Hauptspeisen finden sich zwei aufregende Fischangebote: der Black Burger, Goldbrassenfilet mit Cole Slaw, Rote Rüben, Mango-Dillmayonnaise (€ 18), und der Hawaiian Tuna, Thunfisch, Ananas, Chioggia-Rüben, schwarzer Sesam, Zitronenöl (€ 19,80). Der vegane Buddha Bowl enthält Quinoa, Süßkartoffel, Zucchini, Avocado, Erbsenschoten, schwarzen Reis und Tahini-Dressing (€ 14). Wer typisch Mexikanisches kosten will, greift zu Fajitas, das sind Tortillas zum Einwickeln mit Paprika, Zwiebel, Sauerrahm, Salsa Picante und Guacamole, oder Tijuana Rolls, gefüllte, große, weiche Weizentortillas mit Bohnenmus, Cheddar, Guacamole, Salsa Picante, Sauerrahm, Schafskäse, Salat und gegrilltem Gemüse (beide € 11,80). Sogar eine Organic Pizza gibt es hier um 12 € mit einer Kichererbsentomatensauce, Orangenfenchel, Parmesanmelanzani, Roten Rüben und gerösteten Cashewkernen. Zum Abschluss empfehlen sich die California Brownies, Rumfrüchte und Chilischoten um € 7. „Eigene Limonaden und Sirups möchten wir auch noch kreieren“, zeigt sich Küchenchef Adler umtriebig.

Paprikasch


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