LIMONANA – Minze küsst Zitrone

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Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade daraus. Wir machen lieber Limonana! Das israelische Nationalgetränk hat sich seinen Weg nach Europa gebahnt und wird in etlichen Variationen angeboten. Aber was ist eigentlich Limonana? Von Iris Lanchiano; Fotos: Tamar Ehlers

Der Name Limonana setzt sich aus zwei Wörtern zusammen: Limon (hebr. für Zitrone) und Nana (hebr. Überbegriff für Minze). Nana ist eine besondere Form der Minze. In Europa wird sie oft auch als marokkanische Minze verkauft. In Israel wird die Nanaminze sowohl für kalte als auch für heiße Getränke verwendet. Traditionellerweise trinkt man dort den Nana-Tee gesüßt. Dieses Heißgetränk soll den Körper von innen erfrischen und gegen übermäßiges Schwitzen helfen.

Die Limonana-Kampagne

Sobald die ersten heißen Tage anbrechen, gibt es keinen Ort in Israel, an dem man keine Limonana findet: von Tel Aviv bis Eilat, zum Hiertrinken oder zum Mitnehmen. Die Geschichte dieses Erfrischungsgetränks reicht nach Janna Gur, der Autorin des Kochbuchs Die neue israelische Küche, bis in die frühen 90er-Jahre zurück. Damals wurde die „Limonana-Kampagne“ von der Werbeagentur Fogel-Levin durchgeführt, um die Wirksamkeit von Werbeflächen auf Bussen zu testen. Plakate haben die fiktive Marke Limonana angepriesen, einer Verschmelzung von Zitrone und Minze. Mundpropaganda und große Nachfrage brachten Limonana zuerst in Restaurants, später wurde sie auch von israelischen Getränkeherstellern ins Sortiment genommen.

wina hat vier Limonana-Rezepte ausprobiert: den Klassiker, Limonarak, Melonana und Strawberry Limonana.

Für die Limonana-Basis braucht man (für 4 Personen):
4 Zitronen 2 Limetten (optional) 1 Glas Zucker 1 Bund Nanaminze Eiswürfel

So einfach wird es gemacht:
1 Glas Wasser erhitzen; 1 Glas Zucker darin auflösen; auskühlen lassen. 1 Glas gepressten Zitronensaft (Tipp: gemischt mit Limettensaft) mit kaltem Wasser aufgießen. Je nach Geschmack den aufgelösten Zucker beimengen. Die gewaschene Nanaminze, Blätter oder auch ganze Stängel, hinzufügen. Das Ganze mindestens 30 Minuten ziehen lassen, damit sich der Nanageschmack entfalten kann. Mit Nanastängeln als Dekoration und Eiswürfeln servieren. Voilà!

Fortgeschrittene Limonana-Trinker brauchen einen Blender.

Limonarak: die Cocktail-Variante für die Abendstunden
Limonana-Basis in den Blender mit einer extra Portion Nanaminze (ohne Stängel) und einem Schuss Arak *. 2 Gläser Eiswürfel dazu und gut durchmixen, damit die Nanaminze fein gehackt wird. Limetten und Nanaminze zum Garnieren. Mit Nanastängeln als Dekoration und Eiswürfeln servieren. Lässt Mojito und Caipirinha alt aussehen. *  israelischer Anisschnaps

Melonana: der Star jeder Sommerparty
Limonana-Basis in den Blender ohne Nanaminze. ¼ Wassermelone von der Schale trennen, würfelig schneiden und in den Blender dazu geben. So lange mixen, bis eine cremige Masse entsteht. Die Flüssigkeit durchsieben und von den Melonenkernen befreien. Limettenscheiben und Nanablätter hinzufügen; auf Eis servieren.

Strawberry Limonana: die fruchtige Geschmacksexplosion
Limonana-Basis in den Blender mit einer extra Portion Nanaminze (ohne Stängel). Eine Tasse Erdbeeren (ca. 15 Stück) waschen, vom Stiel befreien und in den Blender dazu geben. 2 Gläser Eiswürfel hinzugeben und pulsartig mixen, bis die Eiswürfel zerkleinert sind. Mit Erdbeeren und Minze garnieren. Einige Minuten ziehen lassen, damit sich der Nanageschmack entfalten kann. Mit Nanastängeln als Dekoration und Eiswürfeln servieren.

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